Spitzwegerich - Der Herrscher des Weges

Der Spitzwegerich wächst ganz unscheinbar auf fast jeder Wiese und am Wegesrand. Man verwendet ihn sehr oft als Hustenhausmittel, da die beinhalteten Wirkstoffe einen positiven Einfluss auf die Lunge nehmen. Ganz egal ob als Tinktur oder Sirup - der Spitzwegerich ist ein verlässliches Hausmittel gegen Entzündungen der Atemwege.

 

Spitzwegerich-Hustensirup selbst gemacht:

Der Spitzwegerich-Hustensirup kann ganz einfach zubereitet werden. Dazu benötigt man ein Glas, dass abwechselnd mit zerkleinerten Spitzwegerichblättern und Honig oder braunen Zucker geschichtet wird. (Spitzwegerichblätter sollten vor der Blüte gepflückt werden.) Das Ganze wird mit einem Backpapier abgedeckt und mit einem Deckel verschlossen. So wird es für einige Monate an einen möglichst dunklen und gleichtemperierten Ort gestellt. Danach kann der Sirup abgeseiht und am besten in dunkle Flaschen abgefüllt werden. 

 

Der Spitzwegerich ist aber auch als das "Natur-Pflaster" bekannt. Man kann ganz einfach ein paar Blätter so lange zerreiben, bis der Saft austritt und ihn dann auf eine frische Wunde legen, wo er dann seine leicht antibiotische, wundheilende und blutstillende Wirkung zeigt. Dazu sagte bereits Sebastian Kneipp: "Mit Goldfäden näht der Spitzwegerichsaft den klaffenden Riss zu, und so wie am Gold nie Rost ansetzt, so flieht dem Wegerich jedes faule Fleisch." 

 

Der Spitzwegerich hat außerdem antibakterielle, schleimlösende, blutreinigende, entzündungshemmende und harntreibende Eigenschaften. Darüberhinaus wirkt er unter anderem auf die Haut, die Atmungsorgane, das Verdauungssystem und den Stoffwechsel. Er kann zur Behandlung von Insektenstichen, Ekzemen, Augenentzündungen, Atemwegserkrankungen und Leberproblemen eingesetzt werden. Ein rundum beeindruckendes Heilkraut, dem eindeutig viel zu wenig Beachtung geschenkt wird. 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0